Rückenschmerzen im Beruf – mit Extratipps fürs Büro

Rückenschmerzen im Beruf – mit Extratipps fürs Büro

Es gibt kaum was Abscheulicheres als Rückenschmerzen. Bei manchen Menschen können die Schmerzen so schlimm sein, als ob jemand andauernd mit einem Messer in den Rücken hacken würde. Selbst junge Leute leiden heutzutage schon an chronischen Rückenschmerzen. Manche Forschungen besagen, dass in den westlichen Ländern Rückenerkrankungen gleich nach Kopfschmerzen das zweithäufigste Leiden ist. Weit über zwei Milliarden (!) Menschen leiden an diesen Schmerzen.

Manche denken, dass „nur“ der schwer hebende Gas-Wasser-Installateur dieses Leiden bekommen könnte. Doch ganz im Gegenteil: Rückenschmerzen können jeden von uns treffen.
Handwerker, Berufskraftfahrer, Außendienstmitarbeiter, Verkäufer, Hausfrauen, Gesundheits- und Krankenpfleger, Ärzte, Supermarktmitarbeiter, Umzugshelfer, Paketfahrer, Kellner, Fließbandarbeiter… und auch Bürokräfte.

Und umso schlimmer die Kreuzschmerzen werden, umso häufiger Rückenbeschwerden aufkommen, umso mehr geht es auch an die menschliche Psyche.

Nicht nur medizinisch, sondern auch wirtschaftlich sind besonders chronische Rückenschmerzen eine Belastung. Rückenerkrankungen sind eine der Top-Drei-Ursachen für langfristige Arbeitsunfähigkeiten.


Woher kommen Rückenschmerzen?

Grundsätzlich tragen viele Faktoren dazu bei, dass man an Rückenschmerzen leidet.

Dazu zählen unter anderen:

  • eine schlechte Körperhaltung beim Stehen oder Sitzen
  • falsche Bewegungen: z.B. beim Heben
  • untrainierte (Bauch)Muskeln
  • starkes Übergewicht
  • Vererbung
  • und auch Stress.


Was kann man gegen Rückenschmerzen tun?

1. Haltungsfehler unbedingt korrigieren

Wenn wir nicht auf unsere Körperhaltung achten, kann mit der Zeit der Aufbau der Gelenke sich negativ verändern. Als Folge tritt der vorzeitige Verschleiß der Wirbelsäule,  sowie ein frühzeitiger Abnutzungsprozess auf.

2. Falsche Bewegungen: z.B. beim Heben

Beim Heben, Halten, Tragen, Ziehen oder Schieben muss man unbedingt darauf achten, dass die richtige Körperhaltung bewahrt wird. Es wird deshalb empfohlen dabei etwas in die Knie zu gehen, damit die Rückenmuskulatur nicht das ganze Gewicht tragen muss.

3. Trainieren Sie Ihre Bauch- und Oberschenkelmuskeln, einschließlich eines guten Rückentrainings

Viele mögen es nicht hören, doch Sport kann sehr hilfreich sein. Besonders Sport, der die Rücken- und – man höre und staune – die Bauchmuskeln stärkt. Eine schlaffe Bauchmuskulatur kann zum Beispiel zu einer Überbeanspruchung des Rückens führen.

Schwache Bauchmuskeln geben nun mal keinen richtigen Halt. Dadurch wird im Rückenkreuz eine Hohlrückenstellung begünstigen. Und wenn dann der Hohlrücken – die übermäßige Krümmung des Rückens – erstmal da ist, werden die Lendenwirbel aus ihrer normalen Ausrichtung allmählich verschoben.

Also, was braucht man? Trainierte Bauchmuskeln! Und am besten noch eine kräftige Oberschenkelmuskulatur, die die Haltung besser stützt.

Doch sei auf etwas vorab hingewiesen: Bevor  man nun gleich wie Arnold Schwarzenegger mit dem Krafttraining beginnen möchte, sollte man sich, besonders bei Rückenschmerzen, vorher mit seinem Arzt in Verbindung setzten. Dieser kann nämlich die richtigen Übungen für die Rückenprobleme zeigen oder ggf. den Leidenden an einen Physiotherapeuten überweisen, der einen persönlichen Trainingsplan erarbeitet.

4. Achten Sie auf überflüssige Pfunde

Tja ja, die böse Schwerkraft… aber ein dickes Bäuchlein strapaziert nun mal mehr den Rücken als es sollte. Durch einen größeren Bauch ist die Zugbelastung auf den Rücken größer.

Auch hier gilt: Bewegung! Ein regelmäßiges Übungs- und Trainingsprogramm ist der Clou zu einem guten und gesunden Rücken. Doch eventuell sollte man auch seine Essgewohnheiten überdenken, wenn sie dazu beitragen, dass wir mehr Fett ansetzten als verbrennen würden.

Auch hier sei darauf hingewiesen vorher seinen Arzt zu konsultieren, wenn man schon ein größeres Pölsterchen am Bauch oder Rückenschmerzen hat.

5. Übermäßigen Stress reduzieren oder gar vermeiden

Stress führt zu Muskelverspannungen. Ungelöste emotionale Spannungen lassen die Muskeln verkrampfen. Das wiederum führt zu Rückenschmerzen.


Extratipps fürs Büro

Extratipps fürs Büro

Wer bei der Arbeit lange und viel sitzen muss, hat wahrscheinlich ebenfalls Probleme mit dem Rücken, denn der Rücken wird im Sitzen stärker belastet. Billige oder unergonomische Bürostühle fördern Rückenschmerzen. Deshalb ist es unabdingbar einen Bürostuhl mit einer rückengerechten Lehne zu haben.*

Zusätzlich empfiehlt es sich zwischendurch öfter aufzustehen und sich zu bewegen; und wenn es nur ein paar Minuten das Hin- und Hergehen ist.

Regelmäßige Ruhepausen und die Sitzstellung öfter zu verändern trägt auch dazu bei, dass Rückenschmerzen nicht so schnell aufkommen.

Vielleicht kann man sogar Büroarbeiten abwechselnd mal am Schreibtisch, mal am Stehpult verrichten.

Wer im Büro längere Zeit über Schubladen von Aktenschränken gebeugt arbeiten muss, sollte sich besser einen Stuhl holen und sich neben den Schubladen hinsetzten – wenn möglich.

Klar, das Outfit muss im Büro stimmen. Wenn man nun also tagsüber hochhackige Schuhe tragen muss, wäre es ratsam ein paar bequemere Schuhe mitzuhaben und sie vielleicht unter dem Schreibtisch abwechselnd zu tragen.

Travel Mat

* Kleiner Zusatztipp am Rande: Schon so einige Bürokräfte haben gerade im Homeoffice die Erfahrung gemacht, dass eine Travel Mat by thermalay“ sehr nützlich für den Rücken sein kann und man bequemer mit ihr sitzt.